"S"PD ;)

Hier können sich Mitwirkende von politischen Parteien äußern, die an dem Aktionsbündnis Verfassungsreferendum teilnehmen wollen.
Benutzeravatar
Uel
globaler Moderator
Beiträge: 4366
Registriert: 18.12.2008, 22:50
Wohnort: NRW

Re: "S"PD ;)

Beitrag von Uel »

Ich habe nur meine Einschätzung des Wesens der Nationalsozialisten in der AfD geäußert. Daran ist gar nichts bösartig. Die können einfach nicht anders, als ich beschrieben habe, selbst wenn sie lieber nette Menschen sein wollten. Mir dem, was heute beweisbar ist, hat das nichts zu tun. Das ist reine Logik. Wenn sie einmal eine Chance bekommen, den aus ihrer Sicht laufenden Volksselbstmord aufzuhalten, werden sie das nicht durch irgendwelche Wahlen wieder aus der Hand geben.


Mal wieder Dobelli, heute nicht wörtlich: Das gemeine an Prognosen ist, dass sie Dir nichts kosten, lieber Alex. Dramatik verkauft sich halt auch immer besser als banale Realität.

Dass Geschichte sich wiederholen muss, ist auch solch ein Ding für Märchenerzähler. Wüsste nicht, wann das im Substanziellen je geschehen ist, wenn man das nicht oberflächlich sieht, wie Kriege gewinnen/verlieren und Putschen oder wirtschaftliche Zusammenbrüche.

Es ist schon erstaunlich, dass man einer Bevölkerung in einem Staat mit 77jähriger demokratischer Tradition keinerlei Resilenz gegen eine Partei zutraut, selbst wenn sie mal 4 Jahre mitregieren sollte. Es geht in Richtung Bösartigkeit, diese unsere stabilisierte Demokratie mit der Weimarer Republik, einem Demokratie-Prototyp mit einer Überlebensspanne von mal 15 nicht gerade erfolgreichen Jahren, mit der Erfolgskarriere der Bundesrepublik zu vergleichen. Ein Republik-Prototyp, der nicht einmal fähig war, Putschisten langfristig unschädlich zu machen, der Parteien nicht daran hinderte, Paramilitärs auf die Straßen zu bringen.

Im Übrigen bleibt es der CDU doch freigestellt, endlich mal anständige und wirksame Politik durchzusetzen. Es reichte doch schon, den öffentlichen Einrichtungen und Universitäten das Gendern in Texten zu verbieten, dann hätte man vermutlich schon reichlich Rückenwind von der Mehrheitsgesellschaft. Man ist ja schon so genügsam geworden, was gute Politik angeht. Es reicht auch nicht, wenn März seine markigen Sprüche klopft, er muss schon ab und zu substanziell liefern.

Ich kann das Ganze nicht mehr ohne Polemik ertragen.



Liebe Grüße
von Uel

Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke: --- Kein Plan übersteht den ersten Feindkontakt --- (gefunden bei Vince Ebert) Mein Zusatz: ... der Feind kann auch Realität heißen!
Benutzeravatar
AlexRE
Administrator
Beiträge: 29156
Registriert: 16.12.2008, 16:24
Kontaktdaten:

Re: "S"PD ;)

Beitrag von AlexRE »

Uel hat geschrieben: 18.03.2026, 21:48 Es ist schon erstaunlich, dass man einer Bevölkerung in einem Staat mit 77jähriger demokratischer Tradition keinerlei Resilenz gegen eine Partei zutraut, selbst wenn sie mal 4 Jahre mitregieren sollte. Es geht in Richtung Bösartigkeit, diese unsere stabilisierte Demokratie mit der Weimarer Republik, einem Demokratie-Prototyp mit einer Überlebensspanne von mal 15 nicht gerade erfolgreichen Jahren, mit der Erfolgskarriere der Bundesrepublik zu vergleichen. Ein Republik-Prototyp, der nicht einmal fähig war, Putschisten langfristig unschädlich zu machen, der Parteien nicht daran hinderte, Paramilitärs auf die Straßen zu bringen.
Meine Güte, dann bin ich eben bösartig. Ich verzichte deshalb nicht auf das Recht, meine Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Entwicklung der Bundesrepublik öffentlich kundzutun.

Die ach so tolle Resilienz unserer angeblich wehrhaften Demokratie hat m. M. n. von einem ständigen Wohlstandszuwachs über Jahrzehnte hinweg gelebt, während in der späten Weimarer Republik wirtschaftliche Not herrschte. Jetzt befinden sich die meisten Menschen in Deutschland wirtschaftlich wieder auf dem absteigenden Ast, während eine geradezu debil-dekadente politische Kaste die Grenzen für teilweise feindlich gesinnte Einwanderer offen hält.

So nähert man sich dem Zustand an, der die wirkliche Todesursache der Weimarer Republik war: Eine Demokratie ohne Demokraten ist nicht lebensfähig, ganz egal, wie vollmundig der Anspruch auf Wehrhaftigkeit in der Verfassung formuliert ist.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
Benutzeravatar
Uel
globaler Moderator
Beiträge: 4366
Registriert: 18.12.2008, 22:50
Wohnort: NRW

Re: "S"PD ;)

Beitrag von Uel »

Eine Demokratie ohne Demokraten ist nicht lebensfähig, ganz egal, wie vollmundig der Anspruch auf Wehrhaftigkeit in der Verfassung formuliert ist.


Ich denke der Mehrheit der Deutschen das Demokrat-Sein abzusprechen ist schon eine hart Nummer in Richtung Phobie vor dem Durchschnitts-Menschen. Und am 3.Oktober wieder die heroischen Ostdeutschen Demokraten von 1989 freiern, - der Mensch liebt gelegentlich logische Verrenkungen?

Das Problem der Weimarer Republik war der "Phantom-Schmerz" der Bevölkerung nach dem 40 jährigen Wirtschaftsboom unter den Kaisern. Eine parlamentarische Demokratie nach englischen, niederländischen oder skandinavischen Vorbildern mit König/Kaiser statt Bundespräsident hätte dem demokratischen Anfängen in Deutschland einen wesentlich besseren Start ermöglicht. So nahm man sich die demokratisch ebenfalls zu spät gekommenen Staaten Italien/Spanien und Russland zum Vorbild und Radikalisierte übten sich in Straßenkampf zwischen Faschisten und Kommunisten.

Diesen Phantomschmerz hat der 77jährige wirtschaftliche Aufstieg der BRD vermutlich wegkuriert, zumal die wirklich daran Krankenden inzwischen verstorben sein dürften.

Es sind die politischen Angsthasen und die Pöstchen-Inhaber der Parteien, die uns die täglichen Angstparolen servieren.
Liebe Grüße
von Uel

Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke: --- Kein Plan übersteht den ersten Feindkontakt --- (gefunden bei Vince Ebert) Mein Zusatz: ... der Feind kann auch Realität heißen!
Benutzeravatar
AlexRE
Administrator
Beiträge: 29156
Registriert: 16.12.2008, 16:24
Kontaktdaten:

Re: "S"PD ;)

Beitrag von AlexRE »

Uel hat geschrieben: 19.03.2026, 21:38
Eine Demokratie ohne Demokraten ist nicht lebensfähig, ganz egal, wie vollmundig der Anspruch auf Wehrhaftigkeit in der Verfassung formuliert ist.


Ich denke der Mehrheit der Deutschen das Demokrat-Sein abzusprechen ist schon eine hart Nummer in Richtung Phobie vor dem Durchschnitts-Menschen. Und am 3.Oktober wieder die heroischen Ostdeutschen Demokraten von 1989 freiern, - der Mensch liebt gelegentlich logische Verrenkungen?
Den 3. Oktober habe ich noch nie gefeiert, weil ich dieses ausgekungelte Datum angesichts der Bedeutung des 09. November für einen Witz und auch für einen Ausweis des erbärmlich niedrigen Standes der deutschen Demokratie halte.

Davon abgesehen hat es nichts mit Phobie zu tun ( = krankhafter Zustand, im politischen Kontext meist eine Beleidigung ), wenn ich mir anschaue, dass selbst in den "Mutterländern der Demokratie" systemfeindliche Antidemokraten wie Trump, Le Pen und Farage mehrheitsfähig werden können.

Wenn eine debil-dekadente politische Kaste gleichzeitig die Erosion des Massenwohlstands veranlasst und Millionen feindlich gesinnter Zuwanderer zulässt, ist keine Demokratie mehr über allen Zweifeln erhaben.

Um 1980 herum wurde in der Sowjetunion die russische Adaption der Bremer Stadtmusikanten einer Moskauer Theatergruppe verboten. Der Grund dafür war, dass sie den Satz "Kommt mit, etwas besseres als den Tod finden wir überall" so gebracht haben, dass die sowjetische Bonzokratie als Bande von Totalversagern mit der ausschließlichen Stärke der Macht zum Töten dargestellt wurde.

Die heutigen Totalversager haben nicht einmal das bisschen Macht ohne Autorität der damaligen russischen Bonzen. Wenn die sich ernsthaft einbilden, dass sie die eigene Jugend auf Dauer zum Abstechen und Vergewaltigen freigeben können, wird sich das Scheitern der europäischen Demokratien in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts (das war nicht nur in Deutschland so) sehr wahrscheinlich wiederholen.
Der Stuttgarter OB Rommel:

Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
Benutzeravatar
maxikatze
Administrator
Beiträge: 25420
Registriert: 16.12.2008, 17:01
Wohnort: Sibirien ;)

Re: "S"PD ;)

Beitrag von maxikatze »

Uel schrieb:
Es sind die politischen Angsthasen und die Pöstchen-Inhaber der Parteien, die uns die täglichen Angstparolen servieren.
Screenshot 2026-03-20 at 19-10-13 Pin auf Daumen hoch.png
Screenshot 2026-03-20 at 19-10-13 Pin auf Daumen hoch.png (76.39 KiB) 461 mal betrachtet
"Wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit.
Wenn das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei"

- Thomas Jefferson, dritter amerikanischer Präsident von 1801 bis 1809
Antworten

Zurück zu „Parteien“